Schwabing-Shiatsu

Denkanstöße

"Die Entwicklung der Wissenschaften in der abenländischen Kultur hat uns gelehrt, dass wir den Menschen, das Leben objektivieren (...). Das Betrachten des Menschen von außen hat zur Erkenntnis erstaunlicher Details geführt und der westlichen Medizin enorme Möglichkeiten zur therapeutischen Manipulation in die Hand gegeben. Ihre Stärke liegt im Erfassen von Details, ihre Schwäche im Nicht-Wahrnehmen des Ganzen. Jeder Spezialist schaut sich die Aspekte des Menschen an, die seinem Fachbereich entsprechen. (...)In ihrer Eigenschaft, sich auf voneinander abgegrenzte Einzelaspekte zu konzentrieren, hat sie Enormes geleistet und ist täglich lebensrettend, aber sie ist nicht darauf angelegt, dem Menschen in seiner Ganzheit und im Zusammenspiel der in ihm wirkenden Kräfte zu helfen." (aus Joachim Schrievers: "Durch Berührung wachsen") - Die Stärke von Shiatsu liegt genau in diesem ganzheitlichen Blick auf den einzelnen Menschen ohne Versuch, ihn objektivieren zu wollen.


Ein zentrales Ziel der fernöstlichen Medizin, in deren Tradition Shiatsu steht, ist es, Hilfe Suchende darin zu unterstützen, die Ursachen einer Erkrankung oder eines unangenehmen Zustandes zu erkennen. Jede Erkrankung ist als Ausdruck eines Ungleichgewichts zu verstehen, das wieder ins Lot gebracht werden sollte. Shiatsu hilft dabei, diese Veränderungen zu ermöglichen.


Eine Buchempfehlung: "Zen - das Glück im Jetzt". In diesem Buch erzählt Dokuho J. Meindl seine faszinierende Lebensgeschichte, die ihn ausgehend von Süddeutschland nach einer monatelangen Pilgerschaft durch Asien ins japanische Zen-Kloster Eigen-Ji führt, wo er der erste westliche Zen-Mönch wird. Zurück kehrt er als anderer Mensch und lebt seither den Zen im Alltag. Siehe auch: http://www.dokuho.com/